Vielleicht ist deine letzte Periode erst vor ein oder zwei Jahren ausgeblieben. Vielleicht liegt sie schon zehn oder zwanzig Jahre zurück. So unterschiedlich diese beiden Momente sind, eines haben sie gemeinsam: Dein Körper ist nicht einfach nur „durch“ mit etwas. Er verändert sich weiter, auch wenn die Menopause längst hinter dir liegt.
„Wechseljahre? Damit bin ich doch durch“ – denken viele Frauen. Und tatsächlich wird einiges nach der Menopause, der letzten Blutung, ruhiger: Hitzewallungen verschwinden langsam, der Zyklus spielt keine Rolle mehr, hormonelle Schwankungen werden weniger. Gleichzeitig beginnt eine neue Phase, in der sich andere Dinge stärker bemerkbar machen können.
Vielleicht melden sich die Gelenke häufiger, Haut und Schleimhäute werden trockener oder Werte wie Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin verändern sich. Manche klassischen Beschwerden, die du schon aus den Wechseljahren kennst, können dich noch eine Weile begleiten.
Das bedeutet nicht, dass dein Körper ab jetzt einfach nur abbaut. Es bedeutet primär, dass sich seine Bedürfnisse verändern.
Auf vieles davon hast du mehr Einfluss, als du vielleicht denkst. Bewegung, Ernährung, Schlaf, Vorsorge und kleine gesunde Routinen im Alltag können gerade jetzt viel dazu beitragen, dass du dich langfristig kräftig, beweglich und wohl in deinem Körper fühlst. Es lohnt sich also, diese Lebensphase als einen neuen Abschnitt zu sehen, den du aktiv mitgestalten kannst.
Was sich nach der Menopause im Körper verändert
Fangen wir mit dem an, was medizinisch dahintersteckt. Die Zeit nach der Menopause, die sogenannte Postmenopause, beginnt laut medizinischer Definition ein Jahr nach deiner letzten Blutung und bleibt lebenslang. Du befindest dich selbst mit 80 oder 90 noch in der Postmenopause, obwohl der Begriff „Menopause“ da sicher bereits aus deinem Bewusstsein verschwunden ist.
Was diese lange Phase der Postmenopause kennzeichnet: Dein Östrogen- und Progesteronspiegel ist dauerhaft niedrig, die Steuerhormone FSH (follikelstimulierendes Hormon) und LH (luteinisierendes Hormon) bleiben tendenziell hoch. Diese neue hormonelle Lage ist vollkommen natürlich. Sie verändert allerdings einige Prozesse im Körper – und damit auch, worauf es für deine Gesundheit jetzt besonders ankommt.
Gerade das Östrogen diente jahrzehntelang als stiller Helfer im Hintergrund, der unter anderem deine Gefäße geschützt, den Knochenaufbau unterstützt und den Blutzucker in Balance gehalten hat. Mit dem niedrigeren Östrogenspiegel verändern sich diese unterstützenden Effekte. Das heißt nicht, dass dein Körper plötzlich schlechter funktioniert – aber einige Faktoren, die früher hormonell ausgeglichen wurden, bekommen jetzt mehr Gewicht. Auf viele davon kannst du selbst Einfluss nehmen.
Dabei lohnt es sich, zwei Etappen zu unterscheiden. In den ersten Jahren nach der Menopause existieren vertraute Wechseljahresbeschwerden oft noch weiter. In den Jahren danach treten diese offensichtlichen Beschwerden meist in den Hintergrund. Dafür wird es zunehmend wichtiger, Herz, Knochen und Stoffwechsel langfristig im Blick zu behalten. Beides schauen wir uns der Reihe nach an.
Die ersten Jahre: Was dich noch begleiten kann
Falls deine letzte Periode bislang nicht lange her ist, wirst du hiervon vieles wiedererkennen. Denn mit der Menopause beginnt zwar eine neue hormonelle Phase – viele der Veränderungen aus den Wechseljahren verschwinden aber nicht von heute auf morgen. Einige klingen schnell ab, andere begleiten dich noch eine Weile und wieder andere können sich erst jetzt stärker bemerkbar machen.
Zu den häufigsten Symptomen in diesen ersten Jahren gehören:
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Hitzewallungen und Nachtschweiß
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Schlafstörungen und nächtliches Wachliegen
- Trockenheit von Haut, Schleimhäuten, Augen, manchmal auch im Mund
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Scheidentrockenheit und Beschwerden beim Sex
- „Brain Fog“ – das Gefühl von Watte im Kopf, Wortfindungs- oder Konzentrationsprobleme
- Herzklopfen und innere Unruhe
Hitzewallungen und Nachtschweiß lassen meist mit der Zeit nach, bei manchen können sie jedoch deutlich länger anhalten – mitunter auch mehr als zehn Jahre. Veränderungen im Vaginal- und Harnwegsbereich verhalten sich anders: Scheidentrockenheit und andere Beschwerden können sich mit den Jahren verstärken.
Auch der Schlaf kann weiterhin unruhig sein. Dahinter steckt ein Mix aus verschiedenen Gründen: nächtliche Hitzewallungen, altersbedingter Melatoninabbau, nächtliches Gedankenkarussell und selbstverständlich der Lebensstil spielen eine Rolle.
Brain Fog – die typischen Schwierigkeiten mit Konzentration, Wortfindung oder Gedächtnis sind für viele Frauen vorübergehend und bessern sich nach ihrer Menopausentransition schnell wieder. Auch seelische Veränderungen verdienen Aufmerksamkeit – besonders, wenn eine gedrückte Stimmung anhält oder deinen Alltag belastet. Dann ist professionelle Unterstützung kein letzter Ausweg, sondern genau der richtige nächste Schritt.
Wie es dir persönlich in den Jahren kurz nach der Menopause geht, ist total individuell. Manche haben in den ersten Jahren der Postmenopause kaum noch Beschwerden, andere spüren einzelne Veränderungen länger oder bemerken erst jetzt etwas Neues. Entscheidend ist nicht, möglichst symptomfrei durch diese Phase zu kommen, sondern zu wissen, was zu ihr gehören kann – und wann es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Die vielen Jahre danach: Was jetzt wichtiger wird
Selbst wenn mit der Zeit die typischen Wechseljahresymptome abklingen, heißt das nicht, dass sich im Körper nichts mehr verändert. Durch den nun dauerhaft niedrigeren Östrogenspiegel verschieben sich über die Jahre einige gesundheitliche Voraussetzungen – unter anderem für Herz, Knochen und Stoffwechsel. Manches entwickelt sich langsam und bleibt lange unbemerkt.
Das bedeutet natürlich nicht, dass bestimmte Erkrankungen jetzt unvermeidlich auf dich zukommen. Sondern vielmehr, dass Prävention und Lebensstil, also alles, was du selbst beeinflussen kannst, in dieser Lebensphase noch wichtiger werden. Wer weiß, worauf es jetzt ankommt, kann früh hinschauen und an vielen Stellen aktiv etwas für die eigene Gesundheit tun.
Diese Bereiche verdienen jetzt besondere Aufmerksamkeit:
Herz und Gefäße
Mit dem Wegfall des Östrogens verändern sich deine Blutfette: Das LDL‑Cholesterin, das Gesamtcholesterin und teils auch die Triglyceride steigen bei vielen Frauen, der Blutdruck oft ebenfalls. Forschungen zeigen, dass sich so das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen nach der Menopause erhöht – und zwar durch die hormonelle Umstellung selbst, nicht nur durch das Älterwerden. Das ist wichtig zu wissen, weil Herzprobleme bei Frauen lange unterschätzt wurden.
Knochen
Östrogen hat mitgeholfen, deine Knochen stabil zu halten. Fällt es weg, beschleunigt sich der Knochenabbau. Das Tückische daran: Osteoporose tut nicht weh. Sie entwickelt sich still über viele Jahre, ohne dass du etwas davon merkst, und oft ist ein Knochenbruch das erste Zeichen – ein Handgelenk, ein Wirbel, im schlimmsten Fall die Hüfte. Gerade im höheren Alter können solche Brüche die Selbstständigkeit ernsthaft gefährden.
Blutzucker
Ab den Wechseljahren verarbeitet dein Körper Zucker anders. Der Nüchternblutzucker ist im Schnitt höher, und vor allem nach dem Essen schießt er stärker nach oben als früher. Dein Körper schüttet dann mehr Insulin aus, um den Zucker wieder einzufangen. Passiert das über Jahre immer wieder, kann es passieren, dass deine Zellen mit der Zeit träger auf Insulin reagieren. Das nennt man Insulinresistenz – eine Vorstufe von Typ-2-Diabetes und ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Bauchfett und Stoffwechsel
Gleichzeitig verändert sich, wo dein Körper Fett einlagert. Statt an Hüften und Oberschenkeln sammelt es sich jetzt eher im Bauchraum, rund um die inneren Organe. Dieses viszerale Fett ist weit mehr als eine Frage der passenden Lieblingsjeans. Es ist stoffwechselaktiv, fast wie ein eigenes Organ: Es schüttet Botenstoffe aus, die stille Entzündungen im Körper fördern, die Blutfette ungünstig verschieben und die Insulinresistenz weiter antreiben können.
Muskeln
Ab der Lebensmitte baut der Körper Muskeln schneller ab, und er verwertet das Protein aus dem Essen weniger gut. Fachleute nennen das anabole Resistenz. Konkret bedeutet das: Isst du mit 63 dieselbe Eiweißmenge wie mit 30, gewinnt dein Körper daraus weniger Muskelbaustoff. Das ist kein Grund zur Sorge, sondern zum Handeln – denn Muskeln sind dein Schutz für Stoffwechsel, Knochen und Selbstständigkeit.
Beckenboden und Harnwege
Die durch den Östrogenabbau trockener und dünner werdenden Schleimhäute beinhalten auch Blase und Beckenboden. Häufigerer Harndrang, eine größere Neigung zu Blasenentzündungen, manchmal eine leichte Inkontinenz – all das kann nach der Menopause zunehmen. Unangenehm, ja, aber hervorragend behandelbar.
Geistige Fitness und Demenz
Während sich der Brain-Fog meist wieder schnell legt, verändert sich in den späteren Jahren etwas anderes: Die Merkfähigkeit kann nachlassen, und das Risiko für eine Demenz steigt mit dem Alter. Frauen sind davon häufiger betroffen als Männer, und der Wegfall des schützenden Östrogens spielt dabei vermutlich eine Rolle. Ein gehirngesunder Lebensstil ist exzellent zur Prävention.
Krebsrisiko
Mit dem Alter steigt außerdem das Risiko für bestimmte Krebsarten, bei Frauen vorwiegend für Brust-, Darm- und Hautkrebs. Die Ursachen sind vielfältig: das Alter selbst, die Veranlagung, hormonelle Veränderungen, Zufall und teilweise auch der Lebensstil. Das viszerale Bauchfett etwa gehört mit dazu, denn es begünstigt einige Krebsarten.
Was du jetzt selbst tun kannst, um fit die 100 zu knacken
Vielleicht denkst du jetzt erst einmal: „Ganz schön viel, worauf man alles achten soll.“ Hab keine Angst oder konzentriere dich auch nicht auf all das Negative, was eventuell passieren kann. Sondern richte den Blick auf das, was du selbst in der Hand hast – und da ist die Liste erfreulich lang. Praktisch ist auch, dass die meisten Hebel, um Herz, Knochen, Stoffwechsel und Muskeln gesund zu halten, dieselben sind.
Iss dich stark
Deine Ernährung ist ein richtig großer Hebel: Eine mediterrane Ernährung mit viel Gemüse, gesunden Fetten, Hülsenfrüchten und Fisch schützt Herz und Gefäße und hält den Blutzucker stabiler – wie du gezielt gegen steigende Cholesterinwerte vorgehst, liest du in unserem Artikel „Cholesterin senken“.
Besonders wichtig sind jetzt Eiweiße, damit deine Muskeln erhalten bleiben. Mehr dazu in „Frauen ab 40 brauchen Proteine“ – aber merk dir schon mal: rund 30 Gramm Protein pro Mahlzeit. Auch bei den Ballaststoffen darfst du großzügig sein, sie tun deinem Darm und deinem Zuckerstoffwechsel gut.
Bleib in Bewegung – auch mal kräftig
Wenn du nur eine Sache neu einführst, dann Krafttraining. Es wirkt gleich mehrfach: Es erhält die Muskeln, fordert die Knochen und verbessert die Zuckerverwertung. Für die Knochen ist es dein stärkster Hebel – mehr dazu in „Osteoporose und Menopause“. Kombiniere dazu Ausdauersport fürs Herz und, wo möglich, Bewegung mit leichter Stoßbelastung für starke Knochen wie Springen oder Stampfen. Du musst nicht ins Extreme gehen, aber du darfst – in jedem Alter – ruhig an deine persönlichen Grenzen gehen. Dass die nicht mehr dieselben sind wie mit zwanzig, ist völlig normal. Insgesamt gilt: Regelmäßig schlägt intensiv. Vergiss auf keinen Fall all die kleinen Bewegungen im Alltag. Sie machen in Summe richtig viel aus, egal ob Gartenarbeit, 10 Minuten durch die Wohnung tanzen, abendlicher Spaziergang oder Fahrrad statt Auto.
Fülle deine Mikronährstoff-Speicher
Ein paar Nährstoffe verdienen nach der Menopause besondere Aufmerksamkeit. Vitamin D ist fast überall zu knapp und für Knochen und Immunsystem wichtig. Es ist ein Wert, den du unkompliziert beim Arzt bestimmen lassen kannst. Omega-3-Fettsäuren unterstützen Herz und Gehirn. Und B-Vitamine tragen zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Für die Knochen ist Kalzium wichtig. Doch dieser arbeitet immer im Verbund. Mehr darüber erfährst du im Artikel „Kalzium: So nutzt du das Knochenmineral richtig“.
Nährstoffe aus dem Essen kommen natürlich zuerst, ergänzen solltest du gezielt dort, wo eine Lücke da ist. Ein Bluttest gibt dir schnell Klarheit.
Unterstütze dich pflanzlich
Auch die Natur hält für die Zeit nach der Menopause einiges bereit. Wenn dich noch klassische Symptome wie Hitzewallungen plagen, sind Phytoöstrogene wie in Phyto Power eine gute Option. Rotklee gehört zu den am besten untersuchten: Seine Isoflavone docken sanft an die Östrogenrezeptoren an und können typische Beschwerden spürbar mildern.
Und dann sind da die Adaptogene, Pflanzen, die deinem Körper helfen, besser mit Stress, Erschöpfung und innerer Unruhe umzugehen. Sie sind ein Leben lang gut, wenn Schlaf, Energie und Gelassenheit nachlassen. Ashwagandha wird traditionell zur Stressregulation eingesetzt und steckt zum Beispiel in Ganz Gelassen. Schisandra und Cordyceps gelten seit Langem als Kraft- und Ausdauer-Pflanzen. Das Schöne an pflanzlicher Unterstützung: Du kannst sie über Wochen sanft aufbauen und in Ruhe für dich ausprobieren.
Sorge für Schlaf und innere Balance
Guter Schlaf ist keine Kür, er ist die Grundlage für fast alles andere – für deine Stimmung, deinen Blutzucker, deine Energie, deine Regeneration. Auch wenn das manchmal einfacher gesagt, als getan ist: Feste Zeiten, ein kühles, dunkles Zimmer und Rituale zum Runterkommen helfen. Und nimm Stress und Überlastung ernst. Wir sind jetzt einfach nicht mehr so belastbar wie früher – und das ist okay. Auch das Nervensystem lässt sich pflegen, mit Bewegung, bewusstem Innehalten, Hobbys und Verbundenheit zu Menschen, die dir guttun.
Pflege deine Haut
Deiner Haut kannst du in dieser Zeit viel Gutes tun, von außen wie von innen. Von außen zählt hauptsächlich Beständigkeit: milde Reinigung, konsequent Feuchtigkeit und täglich Sonnenschutz.
Letzterer ist der wirksamste Schutz für deine Hautgesundheit überhaupt und wirkt an jedem Tag, an dem du ihn aufträgst. Von innen kannst du deine Haut mit Antioxidantien unterstützen. Genau dafür haben wir Haut Gold mit Carotinoiden wie Lutein, Lycopin und Astaxanthin entwickelt. Es unterstützt eine ebenmäßige Haut und in Hinblick auf lichtbedingte Hautalterung.
Auch die Haut deines Intimbereichs mag jetzt Extrapflege. Nutze gerne eine milde Feuchtigkeitscreme ohne Duft- und Zusatzstoffe. Zusätzlich lindert eine niedrig dosierte Estradiolcreme aus der Apotheke Beschwerden – frag einfach deine Frauenärztin danach.
Trink genug
Das Einfachste wird gerne vergessen: genug trinken. Mit den Jahren lässt das Durstgefühl häufig nach, du merkst also seltener von allein, dass dein Körper Nachschub benötigt. Dabei hält Wasser deine Schleimhäute feuchter, unterstützt Verdauung und Kreislauf und tut auch der Haut gut. Ein großes Glas zu jeder Mahlzeit und eine gefüllte Karaffe in Sichtweite wirken mehr als jeder gute Vorsatz. Für das kleine Extra peppst du deine tägliche Trinkmenge mit unseren Klare Aminos auf. So bekommst du vitalisierende Aminosäuren, wichtige Bausteine für Muskeln, Knochen und Immunsystem, gleich noch mit dazu.
Hormontherapie in Betracht ziehen
In und nach den Wechseljahren kann eine Hormontherapie für Frauen eine sinnvolle Option sein. Gerade wenn du unter Hitzewallungen oder anderen „klassischen“ Wechseljahresbeschwerden leidest oder früh in die Menopause gekommen bist. Das ist eine sehr individuelle Entscheidung, die du mit deiner Ärztin triffst – wir haben sie in eigenen Artikeln zur Hormontherapie und zu bioidentischen Hormonen ausführlich beleuchtet.
Vorsorge: früh erkennen, was du nicht selbst steuerst
Egal wie alt du bist, vor allem mit Ernährung, Bewegung und Schlaf kannst du viele Prozesse in deinem Körper mitbestimmen. Bei einigen Aspekten ist das ehrlicherweise nicht ganz so einfach. Demenz und bestimmte Krebsarten lassen sich nur partiell über den Lebensstil beeinflussen. Risiken wie Osteoporose oder steigender Blutzucker entwickeln sich lautlos, ohne dass du etwas spürst.
Genau hier ist Vorsorge dein stärkstes Werkzeug. Wird etwas früh erkannt, sind die Möglichkeiten am größten – und oft reicht dann eine kleine Kurskorrektur, wo später ein großes Problem stünde. Vorsorge ist also kein lästiger Pflichttermin, sondern das, was dir Sicherheit gibt.
Diese Untersuchungen sind nach der Menopause besonders sinnvoll:
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Mammografie zur Früherkennung von Brustkrebs, im Rahmen des Screening-Programms.
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Hautkrebs-Screening – die regelmäßige Ganzkörper-Kontrolle beim Haut- oder Hausarzt gehört in Deutschland zur gesetzlichen Früherkennung.
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Gebärmutterhalskrebs-Früherkennung (Zellabstrich und HPV-Test) – bleibt auch nach den Wechseljahren wichtig, nicht nur in jüngeren Jahren.
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Darmkrebsvorsorge (Stuhltest, Darmspiegelung) – Darmkrebs ist bei früher Erkennung sehr gut behandelbar.
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Knochendichtemessung (DEXA), um einen Knochenschwund früh zu sehen, bevor etwas bricht.
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Lipoprotein(a) – ein Blutfettwert, den man einmal im Leben bestimmen lassen sollte, weil er ein oft übersehenes Herz-Risiko anzeigt.
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Blutdruck, Blutzucker und HbA1c sowie die Blutfette – regelmäßig, meist im Rahmen des allgemeinen Gesundheits-Check-ups.
Und die Klassiker, die man leicht vergisst: Zähne und Zahnfleisch, sowie Augen und Gehör regelmäßig kontrollieren lassen. Gerade die Augen und Ohren verändern sich mit den Jahren oft so langsam, dass man es selbst kaum bemerkt.
Sprich diese Punkte bei deiner nächsten Vorsorge aktiv an. Du musst nicht warten, bis jemand dich darauf hinweist.
Langfristig gesund und selbstbestimmt bleiben
Die Zeit nach der Menopause, medizinisch Postmenopause genannt, ist eine lange Lebensphase – und sie kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche Beschwerden verschwinden, andere begleiten dich länger, und einige gesundheitliche Themen werden mit den Jahren wichtiger. Entscheidend ist: Du musst Beschwerden zu keinem Zeitpunkt einfach hinnehmen und Veränderungen auch nicht allein bewältigen.
Nicht alles kann beeinflusst werden und manchmal ist Gesundheit schlicht unfair. Manche Frauen machen vieles „richtig“ und bekommen trotzdem mehr gesundheitliche Baustellen als andere. Es geht also nicht um Perfektion, sondern darum, die Stellschrauben zu nutzen, die du tatsächlich in der Hand hast: mit verlässlichen Gewohnheiten, guter Vorsorge und dem Wissen, wann es sich lohnt, genauer hinzuschauen.
Dein Körper ist nach der Menopause längst nicht am Ende einer Geschichte. Er ist mittendrin in einer neuen und die kann sehr wohl stark, klar und selbstbestimmt sein.
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